In einer gemeinsamen Pressekonferenz verkündeten die Minister Wolfgang Mückstein und Martin Kocher die 3G-Regel an Arbeitsplätzen. Kann am jeweiligen Arbeitsort ein physischer Kontakt zu anderen Personen nicht ausgeschlossen werden, wird künftig ein Impf-, Genesungs- oder Testnachweis benötigt. Die 3G-Regel tritt mit 1. November 2021 in Kraft. Kocher sprach von einer “praxistauglichen Regelung”, die Sicherheit für Arbeitnehmer und Arbeitgeber bringe. Ausnahmen gelten für Jobs wie Lkw-Fahrer oder Nachtwächter und für Homeoffice.

Eine weitere Ausnahme von der neuen 3-G-Verordnung am Arbeitsplatz sorgt für Aufregung: Denn Politiker, allen voran die Abgeordneten im Nationalrat, müssen keinen 3-G-Nachweis erbringen. Für sie gilt die neue Arbeitsplatzregelung also nicht. Es sei verfassungsrechtlich nicht möglich gewesen, auch die Parlamentarier zu einem 3-G-Nachweis zu verpflichten, weil das dem freien Mandat der Politiker widersprechen würde. Zwischen einzelnen Juristen. gibt es aber auch Uneinigkeit. Wird so die Verbundenheit unserer Abgeordneten zum Volk dokumentiert? Oder gilt das Parlament womöglich nicht als Arbeitsplatz?